1. Aktiver Klimaschutz

Bis 2030 wird die Kreisverwaltung klimaneutral! Deshalb wird der Klimaschutz als vorrangige Querschnittsaufgabe im Kreis verankert. Ein erster Schritt ist die Umsetzung des beschlossenen Klimaschutzkonzepts durch die Arbeit des/der neu eingestellten Klimaschutzmanager/in. So wird zukünftig z.B. bei der Beschaffung von Dienstfahrzeugen, der Einhaltung von Klimastandards bei Bau und Unterhaltung von Kreisgebäuden und der Bewertung von Klimafolgen bei Beschlüssen des Kreistags die Klimaneutralität im Vordergrund stehen. Der Kreis bereitet sich außerdem auf neue Naturgefahren durch den Klimawandel wie Starkregenereignisse vor und investiert in den Bevölkerungsschutz durch den Bau des Gefahrenabwehrzentrums.

Mehr

2. Digitalisierung gestalten

Digitalisierung bedeutet nicht nur die Schaffung einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur, sondern ermöglicht auch eine noch stärker an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientierte Verwaltung. Deshalb wird die gemeinsame Verwaltungsplattform von Kreis und Städten weiter ausgebaut und eine gemeinsame Digitalisierungsstrategie erarbeitet. Damit bieten wir den Menschen mehr Transparenz durch die Bereitstellung zahlreicher Sozial-, Bildungs- und Geoinformationen. Der Kreis strebt außerdem einen Modellversuch an, mit der die öffentliche Gebäude und besonders Schulen schnell und wirtschaftlich ans Netz kommen, ohne dass komplizierte Förderregeln den Ausbau erschweren. Weiße Flecken darf es nicht mehr geben!

Mehr

3. Vernetzte Mobilität

Der EN-Kreis wird seinen Standortvorteil mit zentraler Lage im Ruhrgebiet und NRW für eine nachhaltige Berufs-und Freizeitmobilität noch besser nutzen. Gute und bezahlbare Alternativen zum PKW- und LKW-Verkehr müssen so weit verbessert werden, dass sie Lust auf einen teilweisen oder kompletten Umstieg machen. Dazu gehören ein attraktiver und bezahlbarer kommunaler ÖPNV mit zeitgemäßen digitalen Echtzeitauskünften, ein leistungsfähiges regionales Radwegenetz, eine moderne Verzahnung verschiedener Verkehre und der Infrastrukturausbau im gesamten Ruhrgebiet. Dafür müssen den Bekenntnissen von Land, Bund und Europa endlich auch finanziell Taten folgen. Der notwendige Ausbau der Infrastruktur, Taktverdichtungen und günstige Tickets sind allein durch den Kreis und die Kundinnen und Kunden nicht zu stemmen. Ziel muss die tägliche Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs für ein Euro pro Tag sein – auch als Beitrag zum Klimaschutz!

Mehr

4. Schöne Landschaft und leistungsfähige Wirtschaft

Eine konkurrenzfähige örtliche Wirtschaft bleibt erste Bedingung für Arbeit und Wohlstand Die positive Entwicklung des Kreises hängt daher weiterhin davon ab, die Wirtschaft durch eine innovative Ausrichtung auf nachhaltiges Wirtschaften und aktuelle Produkte und Dienstleistungen wettbewerbsfähig zu erhalten. Wichtig dabei ist eine Gründungsoffensive, die erfolgreiche Suche nach Fachkräften und die Gestaltung des technischen und digitalen Wandels. Der EN-Kreis bleibt außerdem die Energie-Effizienz-Region. Der Mangel an
Gewerbeflächen muss durch die konsequente Nutzung von Flächenreserven und das Recycling von Brachflächen kompensiert werden!
Chancen für Wertschöpfung bieten die landschaftliche Schönheit und die damit verbundene hohe touristische Attraktivität des Kreises. Als Beitrag des Kreises zur IGA werden die reichen geologischen Attraktionen und touristischen Zielen präsentiert und in Einklang mit den Mobilitätszielen mit dem Rad zugänglich gemacht.

Mehr

5. Gute Bildung

Gute Bildung von Anfang an ist der zentrale Zukunftsfaktor unserer Region. Wir machen die Schulen des Kreises mit einer Investitionsoffensive in Ausstattung und Digitalisierung fit für das 21. Jahrhundert. Schule muss aber noch stärker vom Kind gedacht werden. Deshalb muss die Bildungsregion EN mit ihren Herausforderungen wie Integration, Inklusion, Übergangsmanagement und Fachkräftemangel weiterentwickelt werden. Es zeigt sich immer mehr, dass es spätestens ab der Grundschule eine verstärkte Abstimmung und Arbeitsteilung zwischen den Städten im Kreis notwendig ist. Es darf keine Rolle spielen, in welcher Stadt die Kinder leben und in welcher sie zur Schule gehen!

Mehr

6. Arbeit für alle

Der EN-Kreis hat federführend an der Durchsetzung eines Programms für Langzeitarbeitslose durch den Bund mitgewirkt. Das Jobcenter des Kreises ist aktiver und erfolgreicher Akteur im Arbeitsmarkt. Aber solange Menschen, die arbeiten wollen und können, vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind, besteht Handlungsbedarf! Inzwischen gibt es trotz weiter bestehender Arbeitslosigkeit gleichzeitig einen Fachkräftemangel. Hier wird der Kreis auch zukünftig durch die Ausbildungsmesse, hochmoderne Berufskollegs und vielfältige weitere Angebote für attraktive Berufsperspektiven werben und Weiterqualifizierungen ermöglichen.

Mehr

7. Zusammenhalt und Unterstützung in allen Lebenslagen

Kernaufgabe des Kreises bleibt die soziale Absicherung der Menschen im Ennepe-Ruhr Kreis. Dafür geben wir drei Viertel des Kreishaushalts aus. Hier in der Region sind die Herausforderungen durch den Strukturwandel und eine alternde Bevölkerung viel größer als anderswo und haben über die Jahrzehnte wegen der zu geringen kommunalen Mittelausstattung nicht nur zu einer riesigen Altschuldenlast in den Kommunen des Kreises geführt, sondern leider auch zu anderen Lebensverhältnissen als in anderen Regionen NRWs. Deshalb setzt sich der Kreis weiterhin für eine Altschuldenregelung und eine aufgabenangemessene Finanzausstattung ein. Bei dem vom Kreis zu beeinflussenden Standards sozialer Sicherung, Prävention und Selbsthilfe wird weiterhin das Ziel gleicher Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit im Mittelpunkt stehen.

Mehr

8. Barrieren abbauen und Teilhabe ermöglichen

Handicaps, Pflegebedarf, Krankheiten, schwierige Lebenslagen oder auch Altersfolgen hindern Menschen daran, gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Hier bleibt der Kreis vielfältig aktiv und unterstützt beispielsweise die zahlreichen Beratungsstellen und Wohlfahrtsorganisationen, um bestehende Nachteile auszugleichen
und die inklusive Gesellschaft weiterzuentwickeln. Gerade in unserem Kreis mit seiner überdurchschnittlichen Alterung müssen wir uns verstärkt der Lebenssituation alter und sehr alter Menschen widmen. Die Frage, ob Menschen zu Hause oder in alternativen Wohnformen alt werden, oder ob sie in einer stationären Einrichtung leben, muss im Interesse der Betroffenen entschieden werden.

Mehr

9. Wohnen ist ein Menschenrecht

Der Kreis ist als Wohnstandort hochattraktiv. Steigende Mieten und eine stark alternde Bevölkerung sind daher zentrale Herausforderungen. Ein Gestaltungsinstrument des Kreises ist daher seine Wohnungsgesellschaft „EN-Wohnen“, die Teil eines breiten Netzwerks von lokalen genossenschaftlichen Wohnungsgesellschaften ist. Die starke Rolle solcher gemeinwohlorientierter Akteure hält die Wohnqualität hoch und die Mietkosten vergleichsweise gering. Gemeinsam mit den Städten braucht es aber weiter eine konsequente Quartiersorientierung, damit auch ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrer eigenen Wohnung bleiben können. Bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, werden wir weiterhin dafür sorgen, dass Wohnungen im ganzen Kreisgebiet bezahlbar bleiben und keine Konzentration der Betroffenen in wenigen Billigstquartieren erfolgt.

Mehr

10. EN weltoffen

Unsere Region an Ennepe und Ruhr war schon immer eine Zuwanderungsregion und bleibt das auch. Die landesweit als vorbildlich wahrgenommene Arbeit unseres Kommunalen Integrationszentrums wird daher weitergeführt und als seine Querschnittsaufgabe die Integration der zugewanderten Menschen in unser Bildungssystem und den Arbeitsmarkt forciert. So kann gesellschaftliche Teilhabe gelingen! Allen Versuchen, Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Religion auszugrenzen, werden wir weiter entschieden entgegentreten. Der EN-Kreis hat keinen Platz für Rassismus!

Mehr